Technische Universität Wien
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Ewa B. Weinmüller

Ihr Name und Ihr Titel

Ewa B. Weinmüller, Ao.Univ. Professorin Dr

Ihr Studium und eventuell Ihre spezielle Studienrichtung 

Von 1968 bis 1974: Maschinenbau (Schiffsmotoren), 
von 1972 bis 1977: Mathematik und Physik,
von 1977 bis 1979: Technische Mathematik (Numerische Lösung gewöhnlicher Differentialgleichungen).

Was ist Ihr Forschungsschwerpunkt und wie sind Sie zu ihm gekommen? 

Analyse und numerische Lösung der Randwertprobleme singulärer gewöhnlicher Differentialgleichungen, a-posteriori Fehlerschätzungen, Gitteranpassung, Software-Entwicklung in MATLAB.  Numerische Simulation der Anwendungen aus Naturwissenschaften und Technik.
Ich wurde in dieses Forschungsgebiet von meinem älteren Kollegen Dr. Richard Weiß in den späten 70-er Jahren eingeführt.

Was waren wichtige Ereignisse, Personen oder Gegebenheiten, die Ihren wissenschaftlichen/beruflichen Weg begleitet haben und Sie dazu geführt haben, was Sie heute machen? 

Dr. Richard Weiß, mein Kollege und Mentor an der TU Wien (damals am Institut für Angewandte und Numerische Mathematik).

Glauben Sie, dass Ihr bisheriger Berufsweg beeinflusst wurde davon, dass Sie eine Frau sind? Was ist Ihnen aufgefallen? 

Nein. Am Institut herrschte diesbezüglich sehr gute Atmosphäre.

Wie sehen Sie die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben in ihrer Situation? Was unterstützt die Vereinbarkeit? 

Die Vereinbarkeit ist schwierig. Die meiste Unterstützung erfuhr ich von meinem Mann.

Haben Sie eine Empfehlung aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrungen, die Sie weitergeben
möchten?

In der jetzigen Situation (extreme Ressourcenknappheit) hat sich die logisch klingende Erwartungshaltung „Aus guten wissenschaftlichen Leistungen folgten gute Chancen dafür wissenschaftliche Karriere verfolgen zu können“ sehr relativiert. Nicht die Leistung, sondern persönliche Beziehungen sind oft entscheidend, ob man einige Jahre bzw. permanent bleiben kann. Das betrifft gleichermaßen Frauen und Männer. Allerdings, trifft das Fehlen einer längeren Perspektive für eine durchgehende Karriere („tenure track“) junge Frauen, die Familie, Kinder und Karriere vereinbaren wollen, besonders hart.

 

Interviewdatum: 05. Februar 2012

www.asc.tuwien.ac.at/~ewa/