Technische Universität Wien
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Alexia Fürnkranz-Prskawetz

Ihr Name und Ihr Titel

Alexia Fürnkranz-Prskawetz–Professorin für Mathematische Ökonomie

Geburtsjahr und Geburtsort

26.11.1966, Wien

Ihr Studium und eventuell Ihre spezielle Studienrichtung

1984 begann ich an der TU Wien Technische Mathematik zu studieren. An das Diplomstudium hängte ich 1989 ein Doktorratsstudium an. Mit einem Fulbright-Stipendium ging ich für ein Jahr nach Chicago, wo ich einen Master in Ökonomie absolvierte. 1992 schloss ich meine Dissertation, bei dem TU-Professor Gustav Feichtinger, ebenfalls vom Institut für Wirtschaftsmathematik, ab. Von 1992 bis 1998 war ich an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) als Post doc am Institut für Demografie beschäftigt. 1997/1998 ging ich mit einem MaxKade Stipendium an das Department of Demography, Berkely, USA. 

Was ist Ihr Forschungsschwerpunkt und wie sind Sie zu ihm gekommen?

Ich beschäftige mich vor allem mit der Modellierung der Auswirkung demographischer Prozesse (insbesondere der Alterung der Bevölkerung) auf ökonomische Prozesse. Unter anderem untersuchen wir zur Zeit den Zusammenhang von Alterung und Produktivität, sowie die Auswirkungen der Bevölkerungsalterung für den Arbeitsmarkt.  Mit dem Thema „Agglomerationsprozesse in alternden Gesellschaften“ beschäftige ich mich seit 2008 nun auch im Rahmen eines gleichnamigen WWTF Projekts, das mit 517.700 € gefördert wird, schwerpunktmäßig. 
Zwei anderen Schwerpunkten möchte ich mich im Rahmen meiner Tätigkeit ebenfalls widmen. Zum einen handelt es sich darum zeitdynamische Modelle in der Ökonomie um eine weitere dynamische Variable - die Altersstruktur der Bevölkerung – zu erweitern. Zum anderen untersuche ich die Interaktion von ökonomischen Prozessen zwischen der Mikro- und Makroebene. Es wäre falsch von individuellen Entscheidungsmechanismen direkt auf das Makroverhalten einer Ökonomie zu schließen. Umgekehrt wäre es falsch Makrogrößen bei Entscheidungsprozessen auf der Mikroebene zu ignorieren.

Was waren wichtige Ereignisse, Personen oder Gegebenheiten, die Ihren wissenschaftlichen/beruflichen Weg begleitet haben und Sie dazu geführt haben, was Sie heute machen?

Von meiner Familie wurde ich bei der Entscheidung Technische Mathematik zu studieren sehr unterstützt. Ich kann mich erinnern, dass mich speziell mein Vater zum Fortsetzen des Studiums ermuntert hat. Immer wieder denke ich auch an die Aussage Prof. Nöbauers im ersten Semester: “Es sei bei der Mathematik wie beim Bergsteigen im Nebel. Irgendwann durchbricht man den Nebel und sieht die Sonne. So war es dann auch nach einer ersten Durststrecke bei mir und die Mathematik – insbesondere ihre Anwendungen auf ökonomische Fragestellungen - hat mich nicht mehr losgelassen. Besonders wurde ich von Prof. Gustav Feichtinger, Prof. Wolfgang Lutz und Hofrat Dr. Richard Gisser unterstützt. Als ich mich vor 20 Jahre auf die Bevölkerungsökonomie spezialisierte war diese Forschungsrichtung in Österreich kaum vertreten. Die aktuelle demographische Entwicklung (geringe Fertilität und wachsende Lebenserwartung) hat dieses Bild geändert und das Interesse an der Bevölkerungsökonomie ist in den letzten Jahren stark angestiegen. 

Glauben Sie, dass Ihr bisheriger Berufsweg beeinflusst wurde davon, dass Sie eine Frau sind? Was ist Ihnen aufgefallen?

Teilweise sicherlich, da ich sehr unterstützt wurde. 

Wie sehen Sie die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben in ihrer Situation? Was unterstützt die Vereinbarkeit?

Ein starker familiärer Rückhalt und die flexible Arbeitszeit unterstützt die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben.  

Haben Sie eine Empfehlung aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrungen, die Sie weitergeben möchten?

Für die Forschung sind Neugierde, Ausdauer und vor allem auch die Zusammenarbeit und der Austausch mit Kollegen wesentlich.

Interviewdatum: April 2010

http://www.econ.tuwien.ac.at/fuernkranz/

Medienberichte/Pressetexte:

Jugend von heute – Pensionen von morgen

Keine Angst vor dem Geburtenrückgang!

https://www.oeaw.ac.at/mitglieder-kommissionen/mitglieder-im-gespraech/forschungsraum-europa/alexia-fuernkranz-prskawetz-im-gespraech/

https://www.wko.at/Content.Node/Interessenvertretung/Aus--und-Weiterbildung/w/Wirtschaftskammerpreis-2011.html