Technische Universität Wien
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Ille Gebeshuber

Ihr Name und Ihr Titel

Ille Gebeshuber, Associate Professor

Geburtsjahr und Geburtsort

1969, Bruck/Mur

Ihr Studium und eventuell Ihre spezielle Studienrichtung 

Technische Physik, danach Doktoratsstudium der technischen Wissenschaften

Was ist Ihr Forschungsschwerpunkt und wie sind Sie zu ihm gekommen? 

Biomimetik, Nanotechnologie und Tribologie. Ich habe mich immer schon für alle Naturwissenschaften interessiert, Physik, Chemie, Biologie, Medizin, Geologie, Mathematik, etc. Als Studienrichtung habe ich schließlich die technische Physik gewählt, weil Physik eine Grundlagenwissenschaft ist, von der aus man in verschiedenste Bereiche gehen kann. Wunderbar! Die Biomimetik bezeichnet das Lernen von der Natur für die Ingenieurswissenschaften, die Wissenschaften generell, aber auch die Kunst. Hier kann ich meine Liebe zur Biologie und meine Fähigkeit zum fächerübergreifenden Denken ausleben. Nanotechnologie ist superspannend, und auch hier, in der Wissenschaft vom ganz ganz kleinen, treffen sich Physik, Chemie, Biologie, Medizin – etc. – es war Folge dessen ganz logisch, dass ich mit meiner großen Liebe zur Einheit aller Naturwissenschaften Nanotechnologin werde! Tribologie, die Lehre von Reibung, Schmierung und Verschleiß, ist eine Systemwissenschaft, auch hier ist es wichtig, fächerübergreifend zu denken. Was ich gerne mache, und gut auch noch dazu.

Was waren wichtige Ereignisse, Personen oder Gegebenheiten, die Ihren wissenschaftlichen/beruflichen Weg begleitet haben und Sie dazu geführt haben, was Sie heute machen? 

Ein Schlüsselerlebnis hatte ich, als mir bei einem Blick in den Sternenhimmel bewusst wurde, dass ich in verschiedene Vergangenheiten nebeneinander schaue, da die Sterne verschieden weit weg sind und das Licht verschieden lange braucht, bis es auf der Erde anlangt. Die Tatsache, dass die Dinge manchmal ganz anders sind, als wir sie uns vorstellen, hat mich dazu motiviert, mich mit Physik intensiv auseinanderzusetzen.

Glauben Sie, dass Ihr bisheriger Berufsweg beeinflusst wurde davon, dass Sie eine Frau sind? Was ist Ihnen aufgefallen?

Ich glaube schon, dass mein Berufsweg sehr davon beinflusst wurde, dass ich eine Frau bin. Ich denke, dass es Frauen in manchen Fällen leichter fällt, interdisziplinär und fächerübergreifend, holistisch zu denken. Eher breit als tief die Probleme anzugehen. Integrativ zu arbeiten.

Wie sehen Sie die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben in ihrer Situation? Was unterstützt die Vereinbarkeit? 

Super! Kein Problem. Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche, und mein Arbeitgeber gibt mir die Zeit, die ich brauche, um gute Arbeit zu leisten. Im privaten habe ich den besten Mann der Welt; er ist mein Freund, meine große Liebe, mein Berater.

Haben Sie eine Empfehlung aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrungen, die Sie weitergeben
möchten?

Unabhängigkeit und Freiheit sind wichtig, ganz besonders im Geiste. Und manchmal Regeln zu ignorieren. Zu sich selbst stehen. Das machen, was einem Freude macht. Träumen, tun und sich dran freuen.


Interviewdatum: 30. Jänner 2012

http://www.ille.com

http://tuwien.academia.edu/IlleCGebeshuber


Medienberichte/Pressetexte/Bücher:

http://www.femtech.at/content/profin-drin-ille-c-gebeshuber-%E2%80%93-interview

http://www.wienerzeitung.at/themen_channel/bildung/uni_aktuell/489624_Fuer-einen-Artikel-bekommt-man-25.000-Euro-in-Oesterreich-nichts.html

http://diepresse.com/home/science/1385375/Ein-Dschungelcamp-fur-neugierige-Wissenschaftler

http://derstandard.at/1296696682596/Erfindungen-aus-dem-Regenwald

http://www.ecowin.at/produkt/wo-die-maschinen-wachsen/english/

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