Technische Universität Wien
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Gerti Kappel

Ihr Name und Ihr Titel

Gerti Kappel, o.Univ.-Prof. DI Mag. Dr., Professorin für Wirtschaftsinformatik

Geburtsjahr und Geburtsort

15.4.1960, Wien

Ihr Studium und eventuell Ihre spezielle Studienrichtung 

Die Affinität zur Informatik begann unmittelbar nach der Matura 1978, als ich eine einjährige Programmierausbildung absolvierte. Es folgten Studien der Betriebsinformatik mit Magisterium (Uni Wien, 1983) und der Informatik mit der Sponsion zur Dipl.-Ing. (TU Wien, 1984). Die Promotion mit Auszeichnung folgte 1987 an der TU Wien, die Habilitation für das Fach „Informatik“ 1992 an der Unviersität Wien.

Was ist Ihr Forschungsschwerpunkt und wie sind Sie zu ihm gekommen? 

Seit den Tagen meiner Dissertation beschäftige ich mich mit der Modellierung und Entwicklung von Informationssystemen, und dabei immer die aktuellen Technologien einsetzend. Diese waren und sind aktive objektorientierte (Datenbank-)Systeme, ubiquitäre Web-Anwendungsentwicklung, modellgetriebene Entwicklung und adaptives Process Engineering.

Was waren wichtige Ereignisse, Personen oder Gegebenheiten, die Ihren wissenschaftlichen/beruflichen Weg begleitet haben und Sie dazu geführt haben, was Sie heute machen? 

mein Doktorvater Prof. Dr. A Min Tjoa;
mein 2-jähriger PostDoc-Aufenthalt an der Universität Genf und mein dortiger Chef, Prof. Dr. Dennis Tsichritzis;

Glauben Sie, dass Ihr bisheriger Berufsweg beeinflusst wurde davon, dass Sie eine Frau sind? Was ist Ihnen aufgefallen?

Wenn überhaupt, dann nur im positiven. Ich hatte auf wissenschaftlicher Ebene nicht mit Benachteiligung zu kämpfen.

Wie sehen Sie die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben in ihrer Situation? Was unterstützt die Vereinbarkeit? 

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist immer schwierig, egal welchen (anspruchsvollen) Beruf man ausübt. Und trotzdem oder gerade deshalb ist es enorm wichtig, dass wir (Professorinnen) auch unsere Kinder bekommen und damit auf diese Situation hinweisen bzw. diese Situation öffentlich machen können. Was die Vereinbarkeit unterstützt? Ewig lebende agile Großeltern, ein verständnisvoller Partner und Musterkinder, die wenig Unterstützung von den Eltern brauchen :-!

Haben Sie eine Empfehlung aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrungen, die Sie weitergeben
möchten?

Sich nicht vom gesteckten Ziel abhalten lassen; Ehrgeiz und Durchhaltevermögen sind notwendige Eigenschaften; offen gegenüber allem Neuen sein; im Endeffekt zählen die 3 S – Sein, Schein und Schwein!


Interviewdatum: 19. Februar 2012

https://www.big.tuwien.ac.at/staff/gkappel


Medienberichte/Pressetexte:

http://www.tuwien.ac.at/aktuelles/news_detail/article/3854/

http://futurezone.at/digital-life/technische-begabung-ist-keine-genderfrage/24.564.959

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