Technische Universität Wien
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Prof. Dr. Gerhard Liedl

Fotoquelle: privat

Warum haben Sie beim Mentoringprogramm mitgemacht, was war Ihre Motivation?

In erster Linie Neugierde. Von einigen Ausnahmen abgesehen, interessieren sich meiner Ansicht nach zu wenig Frauen für ein Studium an der TU. Ich denke zwar, Interesse an der Technik muss bereits viel früher geweckt werden, im Studium selbst werden aber auch noch viele Hindernisse lauern, die mir vielleicht nicht auffallen oder die mir gar nicht bewusst sind. Aus der Sicht eines Lehrenden bleiben mir vermutlich auch viele Probleme, die sich aus StudentInnensicht auftürmen, verborgen. Derartige Hindernisse und Schwierigkeiten, die im System verborgen sind, kennenzulernen und vielleicht auch zu Grunde liegende Mechanismen zu erfahren und ein wenig an deren Beseitigung mitzuwirken, stellt für mich die Hauptmotivation dar.

Welche Erfahrungen und Erkenntnisse haben Sie persönlich mitgenommen?

Nun, da ich erst seit Anfang Oktober als Mentor mitwirke, sind meine Erfahrungen noch sehr begrenzt. Für mich sind aber bereits die ersten paar Treffen sehr inspirierend gewesen. Der Blick auf Lehre und Forschung, den ich von den StudentInnen bisher erfahren habe, hat für mich dazu geführt, mein eigenes Verhalten kritisch zu betrachten. Hier erhoffe ich mir noch mehr interessante Einblicke zu gewinnen.