Technische Universität Wien
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Gabriela Schranz-Kirlinger

Fotoquelle: Matthias Heisler, WIT-Projekt TU Wien

Ihr Name und Ihr Titel

Gabriela Schranz-Kirlinger, ao.Univ.prof.Mag.Dr.

Geburtsjahr und Geburtsort

1963, Wien

Ihr Studium und eventuell Ihre spezielle Studienrichtung 

Mathematik und Physik LA, Diplom Mathematik, Doktorat Mathematik an der Uni Wien

Was ist Ihr Forschungsschwerpunkt und wie sind Sie zu ihm gekommen? 

Numerische Mathematik, Differenzialgleichungen, Biomathematik.
Biomathematik ist ein großer Schwerpunkt an der Uni Wien, hat mich sehr fasziniert; Numerik und Differenzialgleichungen durch meine unmittelbare Umgebung (Institut, KollegInnen).

Was waren wichtige Ereignisse, Personen oder Gegebenheiten, die Ihren wissenschaftlichen/beruflichen Weg begleitet haben und Sie dazu geführt haben, was Sie heute machen? 

Vortragende, die mich auch als Person begeistert haben und mitreißende Vorlesungen und Vorträge gehalten haben, Teilnahme an Konferenzen, erste eigene Erfolge, … 

Glauben Sie, dass Ihr bisheriger Berufsweg beeinflusst wurde davon, dass Sie eine Frau sind? Was ist Ihnen aufgefallen? 

Die Wahl meines Studiums LA Mathematik und Physik war sicher beeinflusst von der Tatsache, dass ich eine Frau bin, da mir der Beruf eher familienfreundlich erschien, aber  mein Interesse für Mathematik war sehr groß, deswegen Diplom und Doktorrat in Mathematik; Ansonsten habe ich nicht den Eindruck, dass mein Berufsweg sehr beeinflusst war, dass ich eine Frau bin; aufgefallen ist mir, dass ich einigen Spezialvorlesungen meistens die einzige Frau war; ich denke heute gibt es gerade in der Mathematik viel mehr Studentinnen.

Wie sehen Sie die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben in ihrer Situation? Was unterstützt die Vereinbarkeit? 

Durch Kinder ist die Vereinbarkeit  schwierig bei Konferenzteilnahmen, Auslandaufenthalten oder Veranstaltungen, die am Wochenende oder Abend stattfinden. Angenehm ist, dass die Zeiteinteilung oft auch relativ flexibel ist. Unterstützend  bei Kindern ist jedenfalls ein gutes Team, in meinem Fall Ehemann und Familie, aber auch Verständnis von Vorgesetzten und KollegInnen. Die Kinder der Tochter meines Institutsvorstands sind nahezu genauso alt wie meine beiden Mädchen, das hat dazu geführt, dass mein Chef Verständnis für meine Situation als Mutter hatte.

Haben Sie eine Empfehlung aufgrund Ihrer beruflichen Erfahrungen, die Sie weitergeben
möchten?

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf/Karriere fordert individuelle Lösungen, aber es gibt sie …


Interviewdatum 14. Februar 2012


http://www.asc.tuwien.ac.at/index.php?id=62&L=&persid=22

Medienbericht/Pressetext:

http://oe1.orf.at/artikel/214032