Technische Universität Wien
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Die Bunte Welt der Technik in den Medien: 

ORF Science

DiePresse

derStandard

Video-Kunstprojekt "Zwischen Kooperation & Konkurrenz: Mann-Sein an der TU Wien"

Technik ist männlich, der Ingenieur ist männlich und ein technisches Studium ist eine Sache für Männer. So hieß es für lange Zeit und so war auch die Technische Universität Wien historisch eine Männerbastion. Viel hat sich seither geändert und auch der Ausschluss der Frauen ist überwunden.
Und dennoch zeigt sich, dass Frauen an der TU unterrepräsentiert sind ...... mehr

Infoblatt "Zwischen Kooperation & Konkurrenz: Mann-Sein an der TU Wien" (als pdf-Download)


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„Gender-Comics“ - Vielseitige Aspekte einer Gleichstellungspolitik

Die Ausstellung „Gender-Comics“ vermittelt die vielseitigen Aspekte einer Gleichstellungspolitik, deren Herausforderungen bei der Umsetzung im Alltag und den immer wiederkehrenden Fragen, die in diesem Zusammenhang auftauchen. Die Comics inspirieren Erinnerungen eigener Erlebnisse, stellen eine Argumentationshilfe dar und ermutigen, genauer hinzusehen. Welche Sozialisation und welche persönlichen Prägungen führen nun zum Aufruf „Mehr Chancengleichheit für Frauen in der Technik“?

 
Broschüre "Gender-Comics"


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Die "genderComics" auf Reisen

FH Technikum Wien

Vom 20. März 2015 bis zum 30. April 2015 war die Ausstellung "genderComics" an der FH Technikum Wien zu sehen. 

Wir bedanken uns herzlich bei Nicole Sagmeister, MA, Assistentin des Rektorats/Gender Mainstreamig für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung vor Ort.

Donau-Univeristät Krems

Die Ausstellung "genderComics" war von 23. Februar 2015 bis 13. März 2015 an der Donau-Universität-Krems zu sehen. 

Besonders möchten wir uns bei Dr.in Doris Czepa von der Stabsstelle für Gleichstellung und Gender Studies für Ihre initiative Unterstützung vor Ort bedanken.


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Bunte Welt der Technik - Fotoausstellung

Entstehungsgeschichte: Entlang des Projektes fFORTE WIT – Women in Technology (2008 – 2012) ergaben sich durch die Zusammenarbeit mit vielen TU-Studentinnen immer wieder Gespräche zu ihrem Studienalltag. Dabei berichteten sie von ihren Projekten, den Prüfungen, dem Zeitdruck manchmal und ihren weiteren Plänen. Im Zusammenhang mit WIT schilderten sie dann auch persönliche Erfahrungen als Studentinnen und Frauen. Besonders die nicht so guten Erlebnisse und Eindrücke waren dabei manchmal gar nicht so einfach in Worte zu fassen. In der Fotoausstellung »Bunte Welt der Technik«
werden sowohl Ergebnisse aus internationalen Studien zum Thema »Frauen und Technik« als auch Erfahrungen aus dem WIT-Projekt in Bilder umgesetzt. Diese Fotoschau ist gleichzeitig ein Beitrag zu einem besseren gegenseitigen Verständnis von Frauen und Männern im Studienalltag an einer technischen Universität.

Was bedeutet der Studienalltag in einer Kultur, die mehrheitlich von Männern geprägt wird?

Die Bilder dieser Ausstellung setzen sich mit folgenden Themen auseinander: Minderheit in einer Mehrheit, Studienabbruch, Dominanz, Machtgefälle, Anderssein als Frau, Hack- und Rangordnung, Ausschluss, Anpassung, Männerwelt Technik, Vorurteile, Entmutigung und Verdrängung, Suche individueller Lösungswege

Ein ganz besonderes DANKE: an alle Studentinnen und Studenten der TU Wien, die im Sommer 2012 mit großer Offenheit mitgewirkt haben und diesen Fotos ganz viel Authentizität verleihen. Ebenso an die Schauspieler_innen, Statist_innen und Techniker_innen sowie dem Kreativteam Brigitte Gradwohl, Petra Hristov-Menella, Jenny Hoffmann, Michel-Ange Lopez und Barbara Weingartshofer.

Idee & Konzept: Sabine Cirtek, Projektkoordinatorin WIT
                           Brigitte Gradwohl, Fotografin
 

1_HoerMirZu

»Männliche Kollegen können nicht zuhören, besonders dann nicht, wenn ich als Kollegin fachlich überlegen bin und recht habe.«


»In Projektgruppen haben Männer oft gar nix gearbeitet und am Ende präsentieren sie sich dann aber super. Frauen haben alles in diesen Gruppen erarbeitet und kommen bei der Präsentation dann nicht zu Wort.«


2_RechercheUndPraesentation
3_Lerngruppefinden

»Wenn Du keine Lerngruppe findest, ist das schlimm. Die ist wichtig fürs Soziale und fürs Studium. Es ist ein Zwang da, denn wenn Du keine Lerngruppe hast, fliegst Du raus.«


»Die Kollegen machen schon viele Witze hinter meinem Rücken. Und es gibt natürlich einen Wettbewerb. Wer welche Prüfung früher macht, welche Noten hat, welches Beispiel lösen konnte. Darüber wird dann auch Kompetenz definiert.«


4_HintermeinemRuecken
5_Alleine

»Frauen sind eher Einzelkämpferinnen hier an der TU.«


»Man wird am Anfang extrem unterschätzt als Frau. Es ist ein Ellenbogen-Gerangel, man muss sich Kompetenz und Ansehen bei den Burschen erst erkämpfen.«


6_Tag123Collage
7_ProfessorStudentin

»Ich teile Professoren in drei Kategorien ein: Erstens die Ignoraten die sagen: In zwei Monatensitzt sie eh nicht mehr da, also brauche ich mich nicht mit ihr zu befassen. Zweitens die Prüfer: Na ja, schauen wir mal, ob sie was kann. Und drittens die Gönner: Ich bin jetzt der erste, der eine Frau durch dieses Studium bringt.«


»Wenn eine zum Rechnen vorne an die Tafel geht, wird es schon stiller im Hörsaal als bei einem Mann. Frauen haben sich dann immer besonders bemüht, kompetent zu erscheinen und haben z. B. auch besonders schön geschrieben. Wir dürfen unsere eigenen Notizzettel nicht zur Tafel mitnehmen, das ist ein großer Stress. Frauen sind da viel weniger selbstsicher als Männer.«


8_StudentinAnDerTafel
9_StudentAnDerTafel
10_UnsichtbarHoersaal

»Es ist nicht gut, wenn man sich oft was erklären lässt, weil man dann schnell als nicht kompetent gilt. Du wirst dann irgendwie unsichtbar und höchstens noch beratschlagt aber nicht mehr gefragt.«


»Weil wir so wenige sind, werden wir immer beobachtet und bewertet. Alles, was wir tun, wird bemerkt. Das ist wie im Rampenlicht stehen, sehr sichtbar sein.«


11_ImFocus
12_TopVorbereitet

»Mitschreiben von Notizen und Anmerkungen, das haben die Männer nicht gemacht. Sie haben nur das abgeschrieben, was auf die Tafel geschrieben wurde. Dieses zusätzliche Mitschreiben wurde belächelt und irgendwann bin ich mir dann blöd vorgekommen noch mitzuschreiben und hab’s dann auch irgendwann sein lassen.«


»Ich habe mir überhaupt nichts gedacht und wäre nie im Leben draufgekommen, dass das nichts für Frauen ist. Und es war voll arg, weil da waren fast nur Männer im Hörsaal.« — »Ich bin es gewohnt gewesen, ich bin ein Jahr in die HTL gegangen und da bin ich hingekommen und war das einzige Mädel in der Klasse. Da habe ich natürlich sofort geschaut, ob irgendwo eine andere Frau ist; wir haben uns gleich zusammengeschlossen.«


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»Wenn Du nach der Matura an die TU studieren kommst, bringst Du oft schon so einen Rucksack an Vorurteilen mit, dass Technik nichts für Frauen ist. Du bist unsicherer. Und viele hören dann nach ein oder zwei Semestern wieder auf. Ich glaube, Studentinnen brauchen besonders Ermutigung, dass sie zu dem stehen, was sie gerne machen. Und das ist schon auch die Aufgabe des Professors.«


14c_Dropout

»Es würde komisch ausschauen, wenn 60 Prozent Frauen ein Technikstudium machen würden. Ich weiß auch nicht warum.« — »Die wenigen Studentinnen sind ein paar Ausreißer.« Technikstudenten über Technikstudentinnen


15_Alle_Eine
16_Reindraengen

»In einer Lerngruppe muss sich die Rangordnung erst herauskristallisieren. Meistens haben sich die Männer nach dem 1. Studienjahr als Checker hervorgetan, haben sich inszeniert. Als Frau hast Du höchstens irgendwie dazugehört. Und wir Frauen waren immer in gemischten Lerngruppen. Reine Frauengruppen gab es nie. Solche Tendenzen wurden eher schnippisch kommentiert.«


»Wenn man Vorurteile und veraltete Ansichten einfach so entfernen könnte, das wär’s!«


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18_Paradiesvogel

»Manchmal frage ich mich schon, warum es so schwer ist, da rein zu kommen. Und egal was, irgendwie bist Du immer ein bisschen anders, gehörst nie so ganz selbstverständlich dazu.«


Bildquelle für alle Fotos: BrigitteGradwohl_ProjektWIT_TUWien 

Broschüre "Die Bunte Welt der Technik" (deutsch)
Boschüre "The colourful world of Technology" (english)

 

Finanzierung: fFORTE WIT – Women in Technology 2008–2012 an der TU Wien

Aktion des HTU Frauenreferates

Bei der Wanderausstellung „Bunte Welt der Technik“ auf dem TU Wien Gelände vom 19. November bis 15. Dezember 2013 hat das Frauenreferat der HTU eine Befragung von Studierenden zu den ausgestellten Fotos durchgeführt. Bei dieser Aktion konnten die Studierenden bei all jenen Situationen, die sie selbst schon einmal erlebt oder beobachtet haben, Klebepunkte direkt unterhalb der Fotos vergeben. 
Am meisten Zustimmung bekamen die Szenen aus den folgenden Bildern:

Bild Zustimmung Frauen Zustimmung Männer
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Bild Zustimmung Frauen Zustimmung Männer
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Bild Zustimmung Frauen Zustimmung Männer
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Die Fotoausstellung war auch als Wanderausstellung von 19. November 2013 bis 15. Dezember 2013 auf dem TU-Gelände zu sehen.

19. November bis 1. Dezember 2013: Karlsplatz, Aula Stiege 1

2. Dezember bis 8. Dezember 2012: Freihaus, Erdgeschoss roter und gelber Bereich

9. Dezember 2013 bis 15. Dezember 2013: Gußhaus, Aulafläche vor dem Hörsaal EI 7


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Gendersensible Mediengestaltung in der Praxis

Die Theorie in die Praxis umzusetzen ist oft gar nicht so einfach. Beim Projekt "fFORTE WIT-Women in Technology" war der sensible Umgang mit Rollenklischees ein wichtiges Thema in Seminaren und Workshops. Und wie sehen solche Bilder dann in der Praxis aus? Dafür hat das WIT-Projektteam die drei Sujet-Fotos, mit denen für ein Studium an der TU Wien geworben wird, genauer unter die Lupe genommen. So entstanden die folgenden drei Antworten:
jeweils links befindet sich das Original und rechts die Umgestaltung...

Alle Fotoquellen: TU Wien und Brigitte Gradwohl, WIT-Projekt TU Wien

Eines der umgestalteten Sujet-Fotos fand zum Semersterstart Wintersemester 2014/15 hier Verwendung!


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Vorbereitungen zum Frauentag am 8. März 2012

Ein herzliches Dankeschön an Mike Wollitzer und sein Team für diese tolle Aktion und professionelle Abwicklung!

Ausladen und Sortieren der Schriftzüge

Montage

...in aller Pracht !

Fotoquelle für alle Vorbereitungsfotos: WIT-Projekt TU Wien


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Von 0 auf 25 in 90 Jahren

In den vergangenen 90 Jahren ist der Anteil der Studentinnen an der TU Wien von 0,4 auf 25 Prozent gestiegen. Über Hintergründe und Aussichten sprechen im Sommer 2009 Mag.phil. Dr.phil. Juliane Mikoletzky, Dipl.-Ing. Dr.techn. Brigitte Ratzer und Dr.rer.nat Sabine Cirtek:

Filminterview: von 0 auf 25 in 90 Jahren (2009)

Mit freundlicher Unterstützung durch Nelson's

Ab 1897 war Frauen ein Studium an wenigen Universitäten möglich. Erst 1919 wurden sie an Technischen Universitäten in Deutsch-Österreich offiziell zugelassen. Bis dahin wurden viele Petitionen von Frauen zurückgewiesen. Nach 90 Jahren studieren erst rund 25 Prozent Frauen an der Technischen Universität Wien. Das Interview verdeutlicht die Sonderposition von Frauen in technischen Studienrichtungen und bietet einen Einblick in mögliche Lösungswege.

Der Artikel von Juliane Mikoletzky war ausschlaggebend für die Entstehung des Interviews:
Juliane Mikoletzky: "... unter den gleichen Bedingungen wie die Männer"